Anleitung zum sicheren Verlieren

 

Hand aufs Herz, wie viele Regenschirme haben Sie in Ihrem Leben schon liegen gelassen?
Und suchen auch Sie ihr Auto schon seit März? Hier sind sechs Tipps, um Geduld und Nerven garantiert zu verlieren.

 

 

Der Regenschirm und wir – eine Hass-Liebe

Wir finden ihn eher lästig als praktisch, sind an „grauslichen“ Tagen doch froh um ihn, lassen ihn aber ständig und überall liegen. Woher kommt dieses gespaltene Verhältnis zum Regenschirm? Im Zug auf dem Boden, im Restaurant im Ständer – es gibt ja so viele Orte, wo dieser Alltagsgegenstand gut aufgehoben ist. Denken Sie in diesen Momenten einfach umso mehr an «Sonnenschein».

 

Wo ist eigentlich mein Auto?

Wem Einkaufen Spaß macht, der sollte es einmal mit einem quengelnden Kind im Schlepptau versuchen. Am besten an einem Samstag. In der Shopping City.

„Ja, Schatz, ich weiß, du hast Hunger, halte deine Schildkröte fest, umsonst hab ich sie dir nicht gekauft. Ach, das Handy läutet auch immer zur schlechtesten Zeit, kannst du mal den Stoffhasen von deinem Bruder halten… Ich bring‘ den Schlüssel nicht aus der Tasche… Hab ihn! Hm, wo hab ich überhaupt geparkt? Die haben Tiere statt Parkplatznummern? Schildkröte? Hase? Tiger? Oh Gott… Schatz, hast du zufällig gesehen, bei welchem Tier wir geparkt haben? … Ja ich weiß, Einhörner sind deine Lieblingspferde, aber die gibt’s hier nicht… Nimm bitte deine Finger aus dem Mund! Also? Mhm, du hast auch keine Ahnung…“

 

Das 1×1 der sicheren Geldgeschäfte

An sich ist der Bankomat ja eine praktische Erfindung: Bei Ebbe im Geldbörserl bringt so ein Gerät die eigene Liquidität wieder in die Höhe. Blöd ist es nur, wenn man beim Abheben doch glatt das Wichtigste vergisst: das Geld. Hektik des Alltags sei Dank! Sollten Sie das Schicksal jemals so auf Ihrer Seite haben, hoffen Sie nicht darauf, dass die Scheine wieder eingezogen werden. Meistens findet sich ein glücklicher Passant. Ganz Geschickte können auch gleich die Bankomartkarte stecken lassen!

 

Aufwachen mit Geld, Schlüssel und Handy: wie Weihnachten und Ostern zugleich

Schleppen Sie sich mit der letzten Restenergie der Woche in den überfüllten und viel zu teuren Club im Herzen von Wien. Wir garantieren, dass Sie den Abend damit verbringen werden, irgendetwas zu suchen. Ob an Ihnen selbst (in der Hosentasche), bei Ihnen (in der Handtasche) oder rund um Sie herum (im Club). Das unterschwellige Gefühl der Verantwortung wird Sie ständig begleiten. Und letztendlich folgt dieser kurze Stich in die Magengegend: „Hat wer mein Handy gesehen“? Sind alle sieben Sachen am nächsten Morgen tatsächlich noch da, dann ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen.

 

Die Gepäckablage, unser Feind und Helfer

Gepäckablagen in Bus, Bahn und Flugzeug eignen sich hervorragend um Jacken und Mäntel zu verstauen. Und zu verlieren. Sie möchten dabei wirklich sicher gehen? Verrichten Sie eine gute Tat! Am besten Sie helfen der alten Damen am Nebensitz und stellen deren Handtasche vor Ihre eigenen Wertsachen.

 

Verlieren für Fortgeschrittene

Im öffentlichen Verkehr wird alles Mögliche am Bahnhof verloren. Fortgeschrittene verlieren das Kind samt Wagen am Bahnsteig. In der Königsdisziplin überhört man das klangvolle „Bitte lassen Sie ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt“. Die wirklichen Heroes haben dazu noch Kopfhörer auf – diese schützen ganz sicher vor hilfreichen Hinweisen.

Sie glauben sowas gibt’s nicht? Derartige Einsätze bringen Polizei und Feuerwehr immer wieder an die Belastungsgrenze.

Wenn Sie auch zu den „glücklichen Verlierern“ gehören, so steht Ihnen die Onlinesuche in Österreich unter www.fundamt.gv.at und in Liechtenstein und der Schweiz unter www.fundservice-schweiz.ch hilfreich zur Seite.
 
KONTAKT