Coding Austria Hackathon 2022 in Wien: die Highlights


Review: Der Coding Austria Hackathon in Wien - ein voller Erfolg

Ende Juli 2022 war es soweit. RUBICON IT und die Österreichische Notariatskammer haben den ersten Coding Austria Hackathon mit Unterstützung von Brutkasten und Florian Bauer veranstaltet. In 24 Stunden haben 80 Teilnehmer und Teilnehmerinnen verschiedene Ansätze zum Thema "vernetztes Leben am Land" entwickelt und anschließend in nur zwei Minuten präsentiert. Dabei warteten Preise im Gesamtwert von mehr als 10.000 EUR und eine Reise zu den Technologiegesprächen nach Alpbach auf die Gewinner:innen.

Der Coding Austria Hackathon in Wien

Der erste Coding Austria Hackathon wurde 2022 von RUBICON IT und der Österreichischen Notariatskammer ins Leben gerufen. Zur Unterstützung hat man sich den Brutkasten und Florian Bauer von Engage Technology ins Boot geholt. Ziel von Coding Austria ist es, gesellschaftlich relevante Problemstellungen aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten und - wenn möglich - auch entsprechende (digitale) Lösungen zu erarbeiten. Der Schwerpunkt lag daher darin, besonders viele engagierte Freigeister, Visionär:innen, Student:innen und Developer:innen zu motivieren, in kurzer Zeit neue und unkonventionelle Ansätze mit Mehrwert zu entwickeln. Für die "Premiere" im Jahr 2022 hat man sich das Thema "vernetztes Leben am Land" vorgenommen. Damit wird der Fokus auf die Digitalisierung bisher weniger beachteter Gebiete gelenkt, die großes Potenzial bieten. In fünf unterschiedlichen Challenges zum Thema zeigten die Teams ihr Können.

Die Challenges im Detail:

Folgende Challenges wurden im Rahmen des Coding Austria Hackathons bearbeitet:

  • Digitale Gemeinde – bringing people together
  • Breaking Boundaries – creating new digital opportunities
  • Sustainable life – saving resources for tomorrow
  • Mobility outside cities – finding new ways for transportation
  • Have fun – connect people for sports and cultural activities
Die Details zu den Challenges wurden erst vor Ort kommuniziert. So wurde sichergestellt, dass die Lösungen beim Hackathon erarbeitet wurden.
Intro zum Coding Austria Hackathon 2022 bei RUBICON IT in Wien

80 Hacker:innen - 18 Teams - 24 Stunden - 2 Minuten

Mit tatkräftiger Unterstützung aller Partner:innen wurde zur Teilnahme aufgerufen. Die Response zur Anmeldung war enorm. Weit über 100 Teilnehmer:innen haben sich auf der Coding Austria-Website registriert, um am Hackathon bei RUBICON IT in Wien mitzumachen. Das Office war am 30. Juli gut gefüllt, als der Startschuss für das Event fiel. Neben Devs waren auch Marketing-Spezialist:innen und sogar Architekt:innen vertreten. Viele Teilnehmer:innen waren zum ersten Mal bei einem Hackathon, es gab aber auch einige Veteran:innen in der Runde. Angereist sind sowohl Teams als auch Einzelpersonen, die sich dann zu neuen Teams formierten, aus Österreich und dem Ausland. Es gab sogar eine kurzentschlossene Besucherin, die sich ganz spontan zur Teilnahme überreden ließen - mehr dazu findet sich hinter diesem Link.

Letztendlich legten dann 18 Teams mit knapp 80 Teilnehmer:innen los. Ihr Ziel: In knapp 24 Stunden Lösungen zu liefern, die die Jury überzeugen. In Summe waren dann mehr als 100 Personen vor Ort, um nachhaltige Ideen zu finden bzw. dabei zu unterstützen.

Praxisnahe Hackathon-Challenges durch Pat:innen mit Expertise

Für jede Challenge gab es Pat:innen mit Expertise aus dem jeweiligen Bereich. Nach einer kurzen Einführung stellten alle Teams Fragen, um die Themen bestmöglich zu covern. Der spannende Aspekt: Obwohl die Teams mit den Themen nicht vertraut waren, bauten Sie in kürzester Zeit Know How auf.

Die Pat:innen waren durchweg begeistert. Daher auch ein großer Dank an Roman Eckschlager (aka Bee Man), Roman Leopold, Mario Taschwer von Attac Österreich, Amanda Radu und Sophia Fuchs von Nobile Group und Dr. Ronald Sallmann von der IT Kommunal. Sie haben maßgeblich zum Erfolg dieses Hackathons beigetragen.

Mit dem entsprechenden Briefing machten sich die Teams ans Werk. Konkret wurden in den Challenges die Themen Armut in Österreich, CO2-Reduktion, Pendlerverkehr, Verteilung kommunaler Aufgaben und Bienenzucht bearbeitet.


Hacken bei RUBICON IT in Wien - mit einem eigenen Koch

Kurz nach der Briefing-Phase waren die Teams aufgerufen, sich über das RUBICON IT-Forum zu verteilen, um dort an den entsprechenden Umsetzungen zu arbeiten. Um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, standen laufend Support-Teams von Brutkasten, Österreichischer Notariatskammer und RUBICON IT zur Verfügung. Zuvor wurde von einem RUBICON IT-Team die IT-Infrastruktur auf Herz und Nieren getestet. Alle Teilnehmer:innen sollten nahtlos Internet haben. Auch die Duschen im Office (ja, die gibt es) wurden auf einen möglichen Ansturm vorbereitet. Selbst an Räumlichkeiten zum Schlafen wurde gedacht. Doch das Highlight war ein ganz anderes.

Soulkitchen gewinnt mit der Lasagne

Selbstverständlich wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt - das garantierte der "RUBICON-eigene" Koch samt Team. Florian Prandstätter von "Soulkitchen", der sonst auch den RUBICON IT-Mitarbeiter:innen ein (wirklich empfehlenswertes ;) ) Frühstück serviert, begeisterte die Teilnehmer:innen mit verschiedensten Schmankerln. Beispielsweise war das Schoko-Mousse im Nu weg. So manche behaupten gar, dass die Lasagne die eigentliche Gewinnerin des Hackathons war. Wer es nicht glaubt, kann sich davon vielleicht beim nächsten Mal überzeugen.

Vorbereitungen für das große Finale

Gut gestärkt machten sich alle Teams motiviert an die Lösungsfindung. Alle Konferenzräume (und davon gibt es im RUBICON IT-Forum fünf) waren in Windeseile belegt. Selbst am Gang hat sich ein Team organisiert. Überall wurde getüftelt, gebrütet und selbstverständlich auch probiert. Unterbrochen wurden die Hackathon-Sessions nur, um zu essen oder sich kurze Updates zu holen. Während am Anfang noch die Ideenfindung im Raum stand, konzentrierte man sich im Verlauf immer mehr auf die eigentliche technische Lösung und die Pitch-Präsentation.

Night-Hacking und Pitch-Training

Wie schon eingangs erwähnt hatten die Teams nur einen Tag Zeit, um die Challenges zu bearbeiten. Und dieser Tag samt Nacht wurde von ca. 20 Teilnehmer:innen auch wirklich komplett ausgenutzt. Selbst in der Nacht wurde weiter gearbeitet und getüftelt. Manche nutzten einen der Liegestühle oder die Couch für ein kleines Nickerchen. Andere begannen dagegen schon, ihre Präsentationen bis ins letzte Detail zu optimieren. Und am Morgen? Alle Teams waren vollzählig, voller Motivation und siegesgewiss. Der perfekte Zeitpunkt für ein kurzes Pitchtraining. Ein Pitch ist schließlich konzentrierte Information in kürzester Zeit. Dementsprechend wurde nochmal auf die wichtigsten Punkte hingewiesen und ein Technik-Check durchgeführt. Was wäre schlimmer, als durch ein Gebrechen wertvolle Präsentationszeit zu verlieren?

Eine hochkarätige Jury bewertet die Projekte

Viele werden sich jetzt fragen, nach welchen Kriterien und vom wem die ausgearbeiteten Projekte bewertet wurden? Dazu wurde eine hochkarätige Jury eingeladen, die aus Personen mit unterschiedlichen Backgrounds bestand: Dominik Klauser (BMF), Valerie Michaelis (fit4internet), Gunter Vozdecky (Microsoft Österreich), Nina Hödlmayer (Austrian Startups), Dejan Jovicevic (der brutkasten), Katharina Oppitz (Österreichische Notariatskammer) und RUBICON CEO Peter Grassnigg. Sie alle haben mittels Bewertungsbogen die Projekte analysiert. Darüber hinaus hat ein versiertes Expert:innen-Team die technische Komponente begutachtet, um faire Bedingungen zu gewährleisten.

Pitchtime - hochkonzentrierte Teilnehmer:innen und spannende Ideen

Am Nachmittag war es dann soweit. Alle Projekte wurden beendet und die Teams mussten sich der Jury sowie dem Publikum stellen. Keine leichte Aufgabe, all die Ideen und Arbeiten in so kurzer Zeit zu präsentieren. Die Spannung lag förmlich in der Luft. Die Jury blickte gebannt auf die Leinwand. Um die 100 Personen drängten sich, um einen guten Platz zu ergattern. Und dann ging es los. Die Teams pitchten um (in Summe) mehr als 10.000 EUR Preisgeld. Zu sehen gab es vernetzte Bienenvölker, Gemeinden im Metaverse, Apps für Fahrradgemeinschaften, Google Maps AddOns zur CO2 Reduktion, Tools zur Sichtbarkeit von Armut in Österreich und vieles mehr. Es war kaum zu glauben, wie viele innovative Ideen und fertige Konzepte innerhalb eines Tages entstehen konnten, obwohl das Briefing erst vor Kurzem erfolgt ist. Eine der Ideen wurde sogar noch in der Nacht auf Reddit hochgevotet. Manche Apps waren bereits voll funktionsfähig und sendeten bereits Nachrichten ins Publikum. Das Publikum, die Pat:innen und die Jury waren begeistert. Ein Wow-Effekt nach dem anderen.

Hackathon-Finale in Wien: Wer wird gewinnen?

Nachdem alle Teams Ihre Projekte vorgestellt haben, begann das große Rechnen und auf der anderen Seite das große Bangen. Die Bewertungen der Jury wurden elektronisch gesammelt und mittels Bewertungssystem nach einzelnen Kategorien gewichtet. Zusätzlich wurden technische Aspekte berücksichtigt, um ein möglichst ganzheitliches Ergebnis zu erlangen. Und während die Daten ausgewertet wurden, stieg die Spannung in den Teams weiter an. Wer wird gewinnen? Und welcher Preis wird es werden?

Glückliche Gewinnerinnen und Gewinner

Das bange Warten hatte bald ein Ende - die Siegerinnen und Sieger standen fest. Noch einmal versammelte sich die Hackathon-Crowd im RUBICON IT Forum. Mehrere Preise im Gesamtwert von 10.000 EUR wurden von der Jury überreicht.

1. Platz: The Inder Mafia - Challenge: Sustainable Living
2. Platz: Gemeindestrukturprozessoptimierungstool - Challenge: Digitale Gemeinde
3. Platz: Team Würstelstand - Challenge: Mobility outside cities

Gewonnen hat damit ein experimentelles Google Maps AddOn zum Thema CO2-Ausstoß, das auch schon Interesse in Österreich gefunden hat. Das Team ist dafür extra aus dem Ausland angereist.

Zahlreiche Sonderpreise

Natürlich gab es noch zahlreiche Sonderpreise, die nach verschiedenen Kriterien vergeben wurden. Beispielsweise verloste die Österreichische Notariatskammer einen Preis zwischen allen Teams, die eine API zum Firmen-Register und Grundbuch nutzen.

Weitere Sonderpreise gingen an:
  • Open Source Challenge: It works on my machine
  • Diversity Challenge: Girl Code +2
  • Register Challenge: In Wien ein Team
Gleich nach der Preisverleihung wurde im RUBICON IT Office gefeiert. Doch dem nicht genug...

Coding Austria goes Forum Alpbach

Kaum war die Preisverleihung vorbei, wurden einige Hackathon-Teilnehmer:innen nochmal überrascht. Sie wurden nämlich einige Tage später nach Tirol zum illustren Forum Alpbach, genauer gesagt den TEC Days, eingeladen. Dort erwartete Sie ein ausgiebiges Programm. Neben dem Technologiebrunch, verschiedenen Workshops zu verschiedenen Themen, gab es auch ein umfangreiches Rahmenprogramm und viel zu entdecken. Dazu gab es auch noch ein kleines Hackathon-Highlight.

Ein Hackathon-Workshop in den Tiroler Alpen

Eines der Highlights in Alpbach: Ein Hackathon Workshop in den Alpen. Dabei präsentierten die Teilnehmer:innen Ihre Projekte Florian Tursky, Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, und seinem Team. Mit anwesend waren auch die Österreichische Notariatskammer, die Standortagentur Tirol, RUBICON IT und einige mehr. Geführt wurde der Workshop von Florian Bauer. Als passender Rahmen wurde eine Alm in Alpbach genutzt, die trotz exponierter Lage an das Glasfasernetz angeschlossen war. Somit stand einem digitalen Workshop mit herrlicher Aussicht nichts mehr im Wege. Und die Ergebnisse von Coding Austria Hackathon trafen auf großes Interesse. Ein würdiger Abschluss für ein erfolgreiches Event.

Die große Frage: Wie geht es weiter?

Der Coding Austria Hackathon war ein voller Erfolg: Topmotivierte Teilnehmer:innen, spannende Projekte und viele neue Insights. Dieses Event war ein Erlebnis für sich. Ein ganz großes Danke an alle Mitwirkenden, unsere Partner, Österreichische Notariatskammer und Brutkasten, sowie vor allem an alle Teilnehmer:innen. An einer Fortsetzung wird bereits getüftelt. Stay tuned!

Bis bald!
Das RUBICON IT-Team
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